Salka Media Edition Salka
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2. Dez, 18:00 Uhr · Lesung im Lebensort Vielfalt, Berlin
Alle Termine →
Edition Salka · Erschienen am 29. September 2026

Junger Mann —
Ihr Krückstock!

Fünf Null. Im Fußball ein Kanter­sieg. Ich fühle mich wie das Team, das vom Platz gefegt wird – von meinem eigenen Körper. Ich bin die Null, keine Fünf, sitze auf der Ersatzbank – mein halbes Leben schon.

Was macht man mit 50, wenn einem so langsam die Kontrolle flöten geht? Einen Happy-Life-Ratgeber schreiben? Oder lieber mit Witz und Selbstironie über das, was sonst nur murmelnd in der Sauna zur Sprache kommt?

Erschienen am 29. September 2026 · Edition Salka · Erst mal reinlesen →

Buchcover: Junger Mann — Ihr Krückstock! von Sirko Salka

Covergestaltung: Werkstatt Bernoh

  1. 10. Partygockel
  2. 18. Hexenschuss
  3. 21. Wackelzahn
  4. 35. Offener Hosenstall
  5. 50. Eigentor, Sexgott

Das Spiel ist verloren. 50 Kolumnen gewonnen. Jetzt bestellen

Über das Buch

Mit 50 Kolumnen durch die Midlife-Krise

Sirko Salka schreibt über Hexenschüsse im schwulen Fetischkeller, FKK-Cruising oder die Scham eines offenen Hosenstalls, als wären das die großen Fragen des Lebens. Bei ihm werden sie es.

Sein Erzähler stöhnt nicht, er dreht die Musik lauter. Er schreit nicht, selbst im Wald nicht, wo ihn niemand hören würde. Salka schreibt nicht über Sex. Er schreibt über einen Mann, der beim Sex nie aufhört, er selbst zu sein.

Körperlich, komisch, ostdeutsch-direkt und schamlos ehrlich: Boulevardhirn trifft Bildung, Schmuddelkind trifft Divenpathos – bis die Maske verrutscht.

Kapitel 1 · Kolumnen 01–11

Das vorlaute Grünhorn

Beim ersten Mal guckt ihm Madonna tief in die Augen, ein kleines Souvenir aus New York landet auf dem Chirurgentisch im Berliner Krankenhaus und am Ende weiß er nicht, ob er Angst oder Lust hat.

Kapitel 2 · Kolumnen 12–20

Erste Gebrauchsspuren am Prachtexemplar

Die Nacht mit einem Hipster endet in einer Zelle, während das Puppy Play unter dem Kronleuchter niemals hätte beginnen dürfen. Sein Alter vermasselt ihm zum ersten Mal den Abend.

Kapitel 3 · Kolumnen 21–31

Von Kopf bis Fuß auf Triebe eingestellt

Im Dialog mit seinem Körper kommt die Wahrheit endlich ans Licht. Während Kopf, Penis und Hintern unzuverlässig werden, tanzen die Hände und der Bauch verspielt aus der Reihe.

Kapitel 4 · Kolumnen 32–41

Blamabel gut gealtert

Lappalien wie ein offener Hosenstall werden zur Vollkatastrophe, aus dem einstigen Draufgänger ist ein sentimentaler Sausack geworden, der anfängt nachzudenken, bevor er den Bären erlegt.

Kapitel 5 · Kolumnen 42–50

Auf der anderen Seite der Fünfzig

Weder ein schlaffer Pimmel noch ein runder Bauch halten ihn vollständig davon ab, noch auf die Piste zu gehen. Dabei rückt der Moment der Wahrheit näher, bei dem es keine Ausreden mehr gibt.

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Leseprobe

Zum Reinlesen

Kolumne 32 · aus Kapitel 4

Ein Lächeln wird
mir folgen

Heute habe ich ein Lächeln geschenkt bekommen, ein echtes – und was für ein schönes! So unmittelbar. Unerwartet. Ultimativ. Erst war ich unsicher, ob es wirklich mir galt. Wie oft habe ich schon begeistert zurückgewinkt – nur damit prompt hinter, neben, unter oder über mir die Person auftaucht, die eigentlich gemeint war. Peinlich, peinlich.

Das passiert mir ständig – ob auf einer Party, in der Oper oder in der Sauna: Ich fühle mich auserkoren, lasse in vorfreudiger Erwartung alle Hüllen des Anstands fallen – und bin am Ende wieder nicht gemeint. Wie klein ich dann auf einmal bin – und wie nackt. Mein Gehirn kann schon ein zynischer alter Trafokasten sein, der mich von einer Bloßstellung zur nächsten navigiert. Zudem habe ich ein Dauerabo auf Fettnäpfchen, seit meiner Geburt schon. Als Kleinkind bin ich mal kopfüber in eine Regentonne gefallen, Jahre später beim Parkfest gegen einen Baum gelaufen. Und da hatte ich noch kein Smartphone. Nee, nee.

Zu Silvester knallte mir ungelogen eine Rakete gegen die Stirn. Und auf einer naked Sexparty bin ich in einem entsprechend ausgestalteten Séparée mal ins Rutschen gekommen – aber so richtig – und hab mich vor allen anderen Kerlen mit voller Wucht hingehauen. F**k! Pfui! Postwendend und leicht humpelnd bin ich nach Hause gegangen – und sofort in die Badewanne gesprungen.

Diesmal wurde ich angelächelt. Wirklich ich. Wir waren mutterseelenallein auf dem Bahnsteig der U4. Und trotzdem habe ich mich nochmal umgedreht und bis drei gezählt. Ich wollte sicher sein, dass nicht doch noch jemand aus dem Schacht geschossen kommt und mir das Lächeln stiehlt. Wie von Geisterhand. Es war ein Strahlen, das sein ganzes Gesicht – und bald mich – fröhlich füllte. Von den Zähnen über die Grübchen bis zu den Augen, die himmlisch funkelten wie Aquamarine. Ich hielt seinem Blick nur Bruchteile einer Sekunde stand, konnte aber all diese Details erkennen, weil ich ausnahmsweise mal meine Brille trug.

Normalerweise irre ich wie eine Blindschleiche durch die Botanik, da ich ungemein eitel bin. Dann sehe ich keinen und latsche wie eine Teflonpfanne durch die Stadt, an der flüchtige Blicke nur so abperlen. Damit auch bloß nichts anhaften oder anbrennen kann. In den meisten Fällen checke ich überhaupt nicht, wenn mich ein Mitmensch mit Interesse oder Wärme betrachtet.

Das war bei mir schon in den Clubs so: Ob auf Gothic- oder Punk-Events – jedes Mal putzte ich mich heraus. Rundherum satte Bässe – ich versprühte kühle Blässe. So fühlte ich mich zwar begehrenswert, verhielt mich aber wie eine unnahbare Prinzessin und war geradezu beleidigt, wenn mich am Ende der Nacht weder ein Edelmann noch irgendein armer Esel abgeschleppt hatte.

Und ausgerechnet heute lächelte mir mein U-Bahnsteig-Adonis zu, wo ich weder aufgebrezelt war noch mich für unwiderstehlich und uneinnehmbar hielt. Vielleicht lag es an der Brille: Sie sorgte dafür, dass ich meine Nase nicht zu hoch trug. An diesem Tag spielte ich keine Rolle. Ich war pur, einfach nur ich selbst. Und sein Lächeln habe ich mit nach Hause genommen – und bin mit ihm eingeschlafen.

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Sirko Salka, Autor von Junger Mann — Ihr Krückstock!

Sirko Salka, Autor von „Junger Mann – Ihr Krückstock!“

Der Autor

Sirko Salka

Heute ist Schreiben seine Lieblingssprache.

Geboren wurde Sirko Salka 1976 in Dresden, und das Schreiben wurde ihm nicht in die Wiege gelegt. Denn beim Abitur hat er sich legal um die Deutschprüfung „geschummelt“ und stattdessen zwei Fremdsprachen gewählt. Heute ist Schreiben seine Lieblingssprache.

Doch mit 20 trieb ihn eine beunruhigende Neugierde und die Lust auf Leute in den Journalismus. Er schrieb für alle Dresdner Stadtmagazine und lokale Zeitungen. Nach seinem Studium in Berlin wurde er Chefredakteur der Siegessäule. Danach zog es ihn weiter nach Mecklenburg-Vorpommern, wo er viele Jahre als Redaktionsleiter in der Nordkurier Mediengruppe arbeitete. Als Blattmacher kümmerte er sich vor allem um die nicht tagesaktuellen Themen, baute eine Magazin-Redaktion auf und produzierte für Labhard Medien Hochglanz-Zeitschriften. Zwei Kinderbücher entstanden in Meckpomm, und die haben ihm besonders viel Spaß gemacht.

Zurück in Berlin sind es jetzt Gedichte und Midlife-Kolumnen, die ihn bewegen. Irgendwie fängt mit 50 alles noch einmal neu an. Als echter Zeitungs-Dino und Analog Native tummelt er sich im Digitalen und zwischen KI-Modellen rum. Voller Tatendrang stürzt er sich in die Arbeit, auch wenn der Körper längst erste Warnstreiks ansetzt. Tja, Body, alles halb so wild, solange er darüber schreiben und feixen kann.

Mehr zum Autor: Sirko Salka bei Wikipedia

Außerdem erschienen: Banal Sex (Querverlag, 2013), Schwantastisch! (Nordkurier, 2022), Weltsensation in Neubrandenburg (Nordkurier, 2023) und Brennstoff im Blut (Edition Salka, 2026).

Lesungen

Die Programme

01

„Junger Mann – Ihr Krückstock!“

Im Kampf gegen die eigene Gebrechlichkeit

„Sirko talks about sex“: eine komische und ehrliche Lesung über einen Mann, der seinen Körper besser kennt als seine Gefühle – und beim Älterwerden langsam lernt, beides zusammenzubringen. Sirko Salka liest ironische Auszüge aus 50 Jahren Alltagssorgen, Selbstüberschätzung und anderen Peinlichkeiten.

02

„Midlife-Krise im Gartenschlauch“

Die Körperkolumnen

Im Dialog mit einem Prachtexemplar: Sirko Salka liest seinen Körperteilen die Leviten. Aus „Junger Mann – Ihr Krückstock!“

03

„Nie gekannte Emotionen, die verfrühten Explosionen“

Ungezogene Lyrik und Alltagsreime

Sirko Salka liest aus seinem Gedichtband „Brennstoff im Blut“.

Termine

Nächste Auftritte

2 Dez

Lesung im Lebensort Vielfalt

Niebuhrstraße 59–60, Berlin-Charlottenburg. Mit ingoe.deltraut

18:00 Uhr
2 Feb

Lesung im Concierge Neukölln

Concierge Neukölln, Berlin-Neukölln. Mit ingoe.deltraut

18:00 Uhr
19 Feb

Lesung bei Hein & Fiete

Pulverteich 21, Hamburg

Abends · Uhrzeit folgt
Sirko Salka bei einer Lesung, mit Hut und aufgeschlagenem Buch

Alle Programme dauern 45 bis 60 Minuten, auf Wunsch mit anschließendem Publikumsgespräch. Auf Anfrage auch mit musikalischer Begleitung (Länge dann ca. 75 Minuten).

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„Junger Mann — Ihr Krückstock!“ ist seit dem 29. September 2026 bei Edition Salka erhältlich.

Das Geschenk mit Widmung: Signiert, persönlich gewidmet und direkt vom Autor verschickt. Bestellungen bis zum 15. Dezember kommen pünktlich zu Weihnachten an.

Signierte Ausgabe direkt beim Autor

Mit persönlicher Widmung, direkt vom Autor, Versand inklusive: 22 €. Zahlung bequem per Überweisung auf Rechnung.

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Junger Mann — Ihr Krückstock!

Erschienen am 29. September 2026
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Pressemitteilung mit Buchinfos, Kurzbio und Leseproben-Auszügen.

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Brennstoff im Blut

Erschienen April 2026 Cover als JPG

Pressemitteilung zum Gedichtband „Brennstoff im Blut".

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